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Stillkrise

Während der Schwangerschaft dachte ich nicht eine Sekunde daran nicht zu stillen.

Stattdessen denke ich jetzt mindestens während jeden Stillens ständig daran.

Es belastet mich schon sehr auch Luana zum Trinken “zwingen” zu müssen. Zuerst trinkt sie sehr eifirg an der Brust, bis sie sich plötzlich dagegen wehrt, bis sie die zweite Brust bekommt und dann will sie sehr schnell diese auch nicht mehr, so dass ich ihr danach noch eine Flasche mit 80 ml zubereiten muss. Ich stille insgesamt vielleicht 5 Minuten.

Versteht mich nicht falsch; von Anfang an hat Luana Probleme beim Stillen gehabt und erst dann habe ich auch eine Abneigung dagegen bekommen.

Außerdem nervt es mich ständig stillgerechte Kleidung tragen zu müssen, auf meine Ernährung achten zu müssen, nicht hungern zu müssen, schlecht auf dem Bauch schlafen zu können und nachts immer nass zu sein. So habe ich es mir nicht vorgestellt.

Langsam möchte ich, nachdem ich 9 Monate lang meinen Körper “untervermietet” habe, ihn auch mal für mich haben.

Mitterweile habe ich auch Risse an der Brust, welche mich viel mehr belasten als die Risse an den Oberschenkeln, Bauch und Hüften.

Es gibt nur ein einziges Argument es doch zu tun: Luana wird vielleicht länger gesund bleiben. Und dieses Argument ist noch das stärkste.

Während jedoch am Anfang (also im Krankenhaus) niemand beim Stillen geholfen hat (es gab nur ein Blatt mit Bildchen als Stillhilfe, Fragen wurden nicht beantwortet, weil die Hebammen sich dumm gestellt haben), wird man später ja schon fast verachtet, wenn man zufüttert oder gar nicht stillt (so ist meine Erfahrung).  Jeder (also Hebi, Frauenarzt usw) versucht einen zu überreden doch voll zu stillen. Aber wenn der Start schon nicht gelingt und man erst warten muss wenn man aus dem Krankenhaus raus ist, dass jemand einen mal das Stillen erklärt oder man sich im Krankenhaus mit Stillbüchern aushelfen muss, dann ist es für mich persönlich schwer 6 Monate durchzuhalten.

Aber meine Anerkennung gilt allen Frauen, die voll bis zum 6 Monat oder länger stillen und sogar dafür kämpfen!

Mal sehen wie lange ich es noch durchhalte.

Ich war übrigens auch ein Falschenbaby und bin und war kerngesund.

Kategorie: Baby
Autor: Isabella
Datum: 2. November 2009
Uhrzeit: 14:40

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Kommentare : 9
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9 Kommentare für den Artikel

 
Isabella sagte am

Für alle mit Abo; ich habe noch was dazugeschrieben. Musste noch paar Gedanken loswerden.

 
 
Daniela sagte am

Ganz wichtig dabei finde ich: es muss DIR gut gehen! Die anderen sind nicht in deiner Situation und können labern was sie wollen! Die stecken da nicht drin, weder in dir, noch in Luana (oder deinem Mann, sofern ihn das auch belastet, was es sicherlich tut).
Klar ist stillen wichtig, aber wichtiger ist wohl, dass ihr alle zufrieden seid! Oder? :-D
Und lass dir bloß nicht einreden du wärst eine schlechte oder schlechtere Mutter, weil du nicht stillst! Du hast es versucht, es gibt Frauen die das von vornherein ablehnen, was auch in Ordnung ist, denn es ist ihre Entscheidung. Niemand hat darüber zu urteilen!

 
 
Frau Ährenwort sagte am

Unsere schafft auch nur max. 10 Minuten am Stück, dann Pause und dann wieder ein bisschen nuckeln und trotzdem nahm sie in der letzten Woche 340 Gramm zu. Und das Stillen hat mir im Krankenhaus auch keiner gezeigt. Erst auf Nachfrage kam die Stillberaterin zu mir.

 
 
Isabella sagte am

Hallo Daniela, vielen Dank für die aufbauenden Worte. Die kann ich gebrauchen.

 
 
Cathleen sagte am

Ich sehe das genauso wie Daniela. Mach dich nicht fertig indem du versuchst Dinge durchzuziehen die dir/euch anscheinend nicht wirklich guttun. Ich glaube auch daß sowas mehr schadet, als ein Nichtstillen.
Ich weiß ja nicht, inwieweit du vielleicht auch ne gute Stillberatung für die kniffeligen Dinge im Moment hast. Vielleicht wäre das ja noch ne Option fürs gute Gewissen bevor du irgendwann als nervliches Wrack das ganze spontan aufgibst und dann zum Dank auch noch vom schlechten Gewissen geplagt wirst.

 
 
Melli sagte am

Aje, mir kommt das schon alles sooo lange her, wenn ich darüber Nachdenke was ich da für Probleme und Bedenken hatte.
Und wie oft ich alles hinschmeissen wollte und aus dem Kind ein Flaschenbaby machen wollte.
Aber von überall wird man blöd angeschaut, wenn man nur darüber nachdenkt.
Ich hatte doch auch am Anfang solche Schmerzen in der Brustwarze, dann später auch das Theater dass sie nicht die Brust will, aber ich war tapfer und habe es durchgehalten.
Und was habe ich nun davon, nen Kind was bald 7 Monate wird und eigentlich so langsam auf Flasche umsteigen sollte, aber sobald sie die Flasche nur sieht gibts ein riesen Theater.
Also muss ich notgedrungen weiterstillen und hoffen das ich bald Erfolge mit der Flasche habe.
So ein Mist, ich dachte so langsam kann ich mein leben wieder mal so gestalten dass es auch mit Spass macht, aber dass muss wohl noch ne Weile auf mich warten.
Ein hoch auf die Still BH`s.

 
 
Isabella sagte am

Hallo Melanie, ja du bist so eine die ich bewundere, habe es ja mitbekommen, dass dein Baby nicht so angetan ist von der Flasche. Aber Luana nimmt sie ganz gerne, vorallem wenn ihr geliebter Fencheltee drin ist.
Ja und so hat jeder seine Problemchen.

 
 
Morphium sagte am

Ich habe den Kleinen Diktator ja auch lange gestillt und jetzt stille ich auch wieder, aber einfach weil es geht. Für mich war immer klar, das ich auf Flasche wechseln würde, wenn das Stillen nur Streß für mich und/ oder das Kind ist.
Uns hat die Kinderärztin halt nur noch gesagt, das wenn wir doch mal auf Flasche umstellen wir die hypoallergene Nahrung nehmen sollen und nur die Anfangsmilch und die erste Folgemilch.
Was nützt das ganze Kämpfen ums Stillen, wenn es dich nur stresst? Eurer Tochter geht es auch nicht gut wenn es dir nicht gut geht.
Übrigens gibt es ja auch von der Firma mam ganz tolle schadstofffreie Antikolikflaschen.
Stylish sind die auch noch. ;)
Also überleg dir das gut. Stillen ist toll, aber nur wenn es kein Krampf ist.

Ganz liebe Grüße
Jasmin

 
 
Valrike sagte am

Hallo Isabella! Ich kann Dich auch gut verstehen. Die meisten Mütter wollen stillen, aber so einfach ist es doch nicht für jeden. Ich denke auch, dass die Nachfrage das Angebot reguliert, aber wenn die Nachfrage nicht ordnungsgemäß bekannt gemacht wird…. Sprich man die Kinder mehr oder weniger überreden muss… dann ist es schwer.
Hannah ist auch sehr oft eingeschlafen, nach ganz kurzer Zeit. Dann musste man ärgern und machen und den gleichen Zirkus nochmal an der anderen Brust fortführen. Oftmals stillten wir tagsüber so alle 2-3 Stunden, dafür nachts nicht, denn Hannah schlief ab dem zweiten Monat von ca. 22/23 Uhr bis 7 Uhr durch. :) Da hatten wir Glück.
Doof fand ich auch das Stillen woanders, denn ohne Stillklamotten sieht man mit hochgeschobenem T-Shirt schon doof aus. Ansonsten war es aber auch praktisch, weil man immer das Essen in der richtigen Temperatur mit hatte.
Als Hannah häuptsächlich von der Flasche lebte, war das schon immer ein kleiner Aufklapp. Milchflasche mit Pulver, heißes Wasser, kaltes Wasser usw. Fertige Milch haben wir nur sofort oder nach 10-15 Minuten noch gegeben. Aber wie oft sehe ich eine Mutter mit der Milch in der Flasche fertig gemütlich durch die Stadt schieben… Iiiih. Na, das ist eben meine Meinung.
Richtig nervig fand ich diese Stillpads. Bah. Und erst recht nachts. Ich hasse BHs und dann auch noch 24 Stunden in den Dingern rumlaufen. Ätzend.

Da wir beide Allergiker sind, wollten wir in jedem Fall mindestens 6 Monate stillen. Ging nicht. Naja.

Abgesehen davon war ich mit der Flaschenlösung glücklicher. Und ich kenne genug Leute, die gesund sind, aber Flaschenkinder. Und welche die fast 1 Jahr gestillt wurden und ständig was haben. Eine Garantie ist nirgends drauf.

Entscheide das für Dich. Und dann steh auch zu der Entscheidung.
Ich habe immer bei der Frage “Stillen Sie?” gesagt “Nein, weil…” Gab gar keinen Grund sich zu rechtfertigen. Hab ich aber trotzdem gemacht. :(

Alles Liebe Ulrike!

 

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