Ferbern
So ging es mit den Höllen- Nächten weiter:
Luana schläft jetzt abends immer unterschiedlich lang aber unterm´Strich nicht mehr wirklich schlecht. Am Donnerstag schlief sie sogar von 22 bis 5 Uhr und dann bis 8 Uhr, sie hätte noch weitergeschlafen aber ich musste sie aufwecken, weil wir zum PEKiP mussten. Gestern hat sie von 19 Uhr bis 23 Uhr, bis 4.45 Uhr und bis 8.30 Uhr geschlafen. Nur muss ich ihr jetzt wie damals zwischendurch den Schnulli geben. Aber sie schläft jetzt wieder während des Trinkens ein.
Zum Thema schreien lassen. Janine hat es schon ganz richtig festgestellt: ich bin viel zu sensibel um Luana schreien zu lassen. Auch als sie Neugeborene war und während der Kolik-Zeit haben wir sie nie alleine schreien lassen, es ist ja auch so weit gegangen, dass ich erst auf die Toilette gegangen bin, als meine Mutter gekommen ist und mich abgelöst hat.
Außerdem habe ich das gefunden.
In meiner Verzweiflung habe ich ja erwähnt, dass ich einen Horror davor habe Luana schreien zu lassen. Der Gedanke des Schreien lassens kam durch den Ratgeber “Babyjahre” von H. Largo. Wer dieses Buch nicht kennen sollte; es ist ein viel gelobter Klassiker. In dem Buch steht ein Satz, welcher mich zum Nachdenken und Zweifeln bezüglich der “Erziehung” von Luana gebracht hat. Dort steht mit anderen Worten, dass man entweder das Baby ständig in den Schlaf begleiten oder es schreien lassen kann bis es lernt von alleine einzuschlafen. Die zweite Variante soll angeblich nicht schlechter sein als die erste, weil das Baby dann stolz über seine Selbstständigkeit sein wird.
Schließlich ist zu sagen, dass ich keine Ratgeber zu diesem Thema mehr lesen werde, da man es verlernt auf das Bauchgefühl zu hören.
Wir haben uns also entschlossen, wenn Luana es braucht, sie von uns aus Nächte lang zu schleppen oder schaukeln. Ein Baby muss schließlich nicht durchschlafen oder von alleine einschlafen. Luana ist tatsächlich noch so klein und auch Erwachsene können nicht immer gleich “die Welt ausschalten” und einschlafen. Und wer ein Baby erwartet geht ja nicht von durchgeschlafenen Nächten aus.
Und zum Thema: Nachts nicht stillen. Ich denke, dass meine Hebi mir das damals vorgeschlagen hat, weil sie dachte, dass Luana nachts nicht aufwacht, weil sie trinken möchte (es ging damals um das hin- und herwälzen). Beim PEKiP erzählte diese Woche auch eine zweifache Mutter, dass sie ihr Baby wieder ins”Trainingslager” schicken würde. Nach meinem Nachfragen, erzählte sie, dass sie ihr Baby nachts nicht stillen würde, damit es lernt, dass es nachts nichts gibt. Oder wie es in vielen Ratgebern so schön heißt; damit die Babys denken, dass es sich nicht lohnt nachts aufzuwachen.
Ich danke euch aber über die vielen Kommentare und eure angebotene Hilfe. Und ich freue mich, dass das Blog hier nicht ganz ausgestorben ist.
Und wie unsere Leiterin vom PEKiP sagen würde:” Es ist alles nur eine Phase”.
Und wie ich sagen würde:”Alles wird gut, man weiß nur noch nicht wann.”

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