Luana.eu

Wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen!

 

2. Krippentag

Heute wollte Luana mich sofort von “meinem” Stuhl wegzerren, damit ich mit ihr spiele. Ich erklärte ihr, dass ich sitzen bleiben müsse aber gucken würde wie sie spielt. Das konnte sie heute ganz schnell und prima akzeptieren.

Luana sagte der Erzieherin, dass sie gerne zu den anderen Kindern wolle aber S. vertröstete sie auf nächste Woche.

Sie spielte ansonsten wieder lange am Waschbecken und fand das Trinken aus der Karaffe witzig. Außerdem entdeckte Luana einen Teller mit Früchten und bediente sich ständig davon, was ich als sehr positives Zeichen empfand.

Am Ende der Stunde brachte Luana der Erzieherin ein Buch, welches sie sich zusammen anschauten (nur eine kleine Gruppe ausgewählter Menschen darf sich mich Luana Bücher anschauen).

Während der Eingewöhnung kam eine Horde Männer in den Raum, welche sich einen Wasserschaden anschauen wollten. Luana ließ sich beim Spielen nicht beirren, sie sprang erst auf meinen Schoß, als ihr die Horde zu Nahe kam. Mich wunderte jedoch, dass Luana nicht erschrak, als die Männer von außen gegen die Wand hämmerten, sonst hat sie immer Angst vor Klopfgeräuschen, vielleicht war sie auch zu vertieft in ihr Spiel.

Luana sprach auch deutlich mehr als gestern und konnte schon äußern wenn sie etwas nicht wollte (zum Bespiel einen Kittel anziehen beim Spiel mit dem Wasser). Sie traute sich auch ihre Hausschuhe auszuziehen (ein kleiner Tick von ihr). Sie fing also an, ihre Grenzen auszutesten. Ich hoffe, dass ihr zwischen der ganzen Förderung der Erzieherin auch schnell ein paar Grenzen gesetzt werden, sonst haben wir alle bald schlechte Karten.

Apropos Förderung. Ich staunte heute wieder mal, mit welcher Engelsgeduld S. Luana Dinge erklärt. Fast roboterartig demonstrierte sie ihr, wie man Wasser aus einer Karaffe in eine Tasse schüttet.  Das motivierte und erinnerte mich wieder daran, Luana mehr zu erklären.

Als die Stunde dann vorbei war und wir uns im Flur anziehen wollten, traf Luana auf ihre Gruppe, die von Draußen vom Spielen kam. Luana beobachtete die Kinder lange und aufmerksam. Und ich ließ sie auch so lange schauen, bis die Kinder in ihren Gruppenraum gingen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Erzieherin es gut fand, da Luana ja erst nächste Woche auf die Kinder treffen sollte, aber ich habe es in diesem Moment für richtig befunden. Mal sehen, ob sie morgen mit mir schimpft.

Kategorie: Krippe
Autor: Isabella
Datum: 20. September 2011
Uhrzeit: 21:14

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Krippeneingewöhnung 1. Tag

Ja, es ging alles ganz schnell. Vor ca. 6 Wochen habe ich in unserer Wunsch-/Traumkrippe angerufen, ob sie zufällig und spontan einen Platz für ein 2-jähriges Mädchen hätten und siehe da, sie brauchten tatsächlich jemanden!

So und heute begann dann die Krippeneingewöhnung. Eingewöhnt wird nach dem “Berliner-Modell” also langsam und behutsam. Am ersten Tag sollte ich eine Stunde lang im Krippenraum auf einen Stuhl sitzen und… nichts machen, während Luana mit der Erzieherin (S.) spielt. Die anderen Kinder waren alle draußen, so dass Luana die ganze Aufmerksamkeit für sich hatte.

Luana ist sofort auf einen Teppich gesprungen und wollte sich dort herumwälzen. Leider wollte sie unbedingt, dass ich mich da auch mit drauf setze, was ich ja nicht sollte.  Sie gab schließlich auf und sagte zu der Erzieherin: “Ich will malen!” Gesagt, getan. Sie malte ein buntes Spiralenbild. Ich ärgere mich gerade, dass ich es nicht mitgenommen habe.

Danach gab S. ihr 2 Schüsseln, wobei die eine mit Sand gefüllt war und sie bekam außerdem eine Schöpfkelle. Damit hatte Luana lange viel Spaß, bis sie versehentlich den Sand auf dem Boden verstreute, den sie aber gerne mit der Hilfe von S. kehrte.

Schließlich entdeckte Luana Porzellantassen und verschiedene Gläschen. Sie schraubte alle Gläschen auf und schüttete den imaginären Inhalt in die Tassen. Danach durfte sie mit einem Schwamm abwaschen. Sie tröpfelte das Wasser mit dem Schwamm in die Porzellantasse und… trank es aus (bäh, aber ich durfte ja nichts sagen, hehe).

Die Stunde war dann schon fast um, als die Krippenkinder vom Spielen rein kamen. Es wurde plötzlich laut und wuselig. Luana hielt sich an mir fest und suchte oft meine Nähe, betrachtete die Kinder aber genau.

Die Erzieherin fragte L. ob sie denn morgen wieder kommen würde und Luana antwortet mit einem schwärmenden: “Jaaaa.”

Als wir dann nach Hause fahren wollten, wollte Luana dann doch noch mal zu den Kindern aber ich vertröstete sie auf den nächsten Tag.

Ich fand, dass der erste Tag sehr gut verlaufen ist. Mir ist heute jedoch aufgefallen, dass Luana kaum spricht, wenn sie ihr Gegenüber nicht richtig  kennt und seltener auf Fragen antwortet, diese also gerne ignoriert.

Mal sehen wann sie richtig auftaut und wie sie reagiert, wenn ich am 4. Tag für ca. 30 Minuten den Raum verlasse. Heute konnte ja eigentlich noch nicht so viel schief gehen.

Übrigens geht Luana in die Sternengruppe und als Symbol haben wir den  (rosa) Luftballon gewählt.

Kategorie: Krippe
Autor: Isabella
Datum: 19. September 2011
Uhrzeit: 21:35

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Vom (Durch)-Schlafen mit 2 Jahren

Auch mit 2 Jahren schläft Luana immer noch nicht durch. Sie ist halt eine schlechte Schläferin, das weiß ich ja schon lange.  Außerdem bin ich (noch) zu faul, um Luana dazu zu erziehen, dass sie sich nachts, um ihr Bedürfnisse alleine kümmert (z.B. sich etwas zu trinken holt oder sich ihren Schnulli selber findet). Ihr Haupftbedürfnis  ist ja sowieso die Nähe von mir.

Früher haben wir es ja immer so geregelt, dass ich nachts irgendwann mit Luana auf die Couch gezogen bin. Leider hat Luana sich dabei so breit gemacht, dass ich um sie herum schlafen musste und nur einen ganz ungemütlichen und leichten Schlaf hatte. Klar, dass ich morgens mehr als gereizt war.

Nun sieht die neue Regelung so aus, dass der Papa auf der Couch schläft und Luana mit mir im  großen Schlafzimmerbett.  Ein Traum! Luana spürt so die halbe Nacht meine Nähe, ich ihre und wir haben mehr als genug Platz.

Nur der Papa, der schläft nicht so gut auf der Couch.

Irgendjemand ist ja immer unzufrieden *seufz*.

Übrigens muss die Puppe von nun an immer dabei sein. Und wir haben uns endlich getraut, ein paar Gitterstäbe vom Bett zu entfernen. Und tatsächlich, nach dem Mittagschlaf krabbelt sie jetzt immer raus. Nur müssen wir nun  darauf achten, dass das Türschutzgitter geschlossen ist, damit sie uns die Treppe nicht runterpurzelt.

Kategorie: Kleinkind
Autor: Isabella
Datum: 5. September 2011
Uhrzeit: 14:44

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Entwicklung mit 2 Jahren

Luana hat sich im Kindergarten während der Reha sich super entwickelt. Sie interessiert sich ja sowieso schon immer eher für größere Mädchen, so ab 5 Jahre. Gleich als wir in der Reha ankamen, ging Luana in ein fremdes Zimmer und zerrte 2 große Mädchen raus, um mit ihnen ins Spielzimmer zu gehen. Diese Mädchen liebten Luana zum Glück auch von der ersten Minute an. Sie sahen sie wohl als lebende Puppe an.

Luana braucht ja immer eine Bezugsperson, die sie überall hin zerren kann. So stritten sich die beiden Mädchen oft, wer sich um Luana kümmern darf. Da hatte ich oft ein schlechtes Gewissen gehabt.

Jetzt, zu Hause, zeigt Luana uns nach und nach was sie gelernt hat:

  • Sie spricht bis zu 7-Wort-Sätze
  • Man kann sich mit ihr jetzt richtig unterhalten
  • Sie kann alleine aus einem Becher trinken
  • Sie kann jetzt super mit dem Ball spielen
  • Sie hat nun die Geduld zu malen. Sie mal gerne Kringel
  • Sie kann Treppen alleine rauf- und runtergehen
  • Sie kann sagen und zeigen, dass sie 2 Jahre alt ist, wenn man sie fragt
  • Sie fragt andere Kinder, ob sie mitspielen darf
  • Sie kann sich komplett alleine ausziehen
  • Sie kann sich schon super alleine die Zähne putzen
  • Springen findet sie klasse
  • Sie liebt es vom Beckenrand in meine Arme zu springen und ruft dabei “Allez hop!”
  • Sie liebt es im Schwimmbad zu sein
  • Sie liebt es Rollenspiele zu spielen, besonders mit ihrer Küche
  • Sie hat nun auch die Geduld im Sandkasten zu spielen

So, das ist jetzt das was mir spontan eingefallen ist. Leider ist sie nun auch extrem anhänglich und sehr Mamafixiert. Ihre Großeltern hat sie auch fast vergessen. Außerdem ist sie unglaublich trotzig und unentschlossen. Naja, wir arbeiten dran, dass sich das auch wieder legt.

Kategorie: Kleinkind
Autor: Isabella
Datum: 31. August 2011
Uhrzeit: 14:00

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Kindergarten in der Reha

Anders als in einer Mutter-Kind-Kur, kommen die Begleitkinder der Mütter in einen ganz normalen städtischen Kindergarten. Zumindest in unserem Kindergarten gab es für die Kinder aus den Kliniken eine eigene Gruppe. Das war wirklich super, da Luana so fast alle Kinder schon kannte.

Um 7.30 Uhr wurde die Tür zum Speisesaal in der Klink für die Mütter und deren Kinder geöffnet. Das war wirklich sehr praktisch, da so kein Kind umgerannt wurde und Luana beim Essen auch nicht so abgelenkt wurde. Für den Kindergarten packte ich Luana immer ein paar Blaubeeren ein Brötchen mit Käse ein.

Schon ab 8.00 Uhr mussten wir im Eingangsbereich auf den Kindergartenbus warten. Die Kinder wurden mit den Kindersitzen im Bus angeschnallt, die Tür wurde geschlossen und dann winkten wir Mütter dem Bus heftig hinterher.

Am ersten und zweiten Tag fand Luana es noch lustig mit den großen Kindern in den Kindergarten zu fahren, doch am dritten und vierten Tag begriff sie, dass sie dort tatsächlich den ganzen Tag bis 16 Uhr und ohne Mama da sein musste. Dann weinte sie  schon immer ganz bitterlich als wir in die Eingangshalle gingen. Am 5. Tag wusste Luana, dass ich es ernst meine. Sie war ab da ganz tapfer und weinte nicht mehr.

Ab 16 Uhr mussten wir uns für die Ankunft des Busses bereithalten. Luana war dann immer schon sehr müde und schlecht gelaunt. Man merkte, dass es ihr etwas zu viel wurde, den ganzen Tag von den anderen Kindern umzingelt zu sein.

Mittwochs kam immer eine Erzieherin vom Kindergarten in die Klinik, um über die Entwicklung der Kinder zu berichten. Zu diesem Termin war ich immer ganz aufgeregt. Die Erzieherin erzählte, dass Luana immer beim Mittagessen weinen würde und nicht essen wolle. Da fiel mir ein, dass ich sie gar nicht darauf hingewiesen habe, dass Luana erst nach dem Mittagsschlaf essen könne. So einigten wir uns darauf, dass sie ihr ihr Essen bis zum Nachmittag aufheben würden.

Außerdem musste Luana immer den Schnulli nach Ankunft des Busses abgeben. Das fand ich sehr toll. Die Erzieherinnen beobachteten die Kinder ganz genau und halfen ihnen bei der Entwicklung. Ich meine, sie hätten sich auch sagen können, dass die Kinder ja sowieso nach spätestens 8 Wochen weg sind.

Luana konnte dort auch schön ihren Mittagsschlaf halten. Die Erzieherinnen streichelten sie oder massierten ihre Füßchen, bis sie einschlief. Nach spätestens 2 Stunden wurde sie dann geweckt.

Dieser Kindergarten war sowieso ein Traum. Es gab sogar einen Hund, der dort immer rumlief. Und ein Mal im Monat gingen die Kinder zum Reiten. Das konnte Luana leider nicht miterleben, dafür gab es aber ein Eis.

Ich bin sehr stolz auf Luana, dass sie den Kindergarten, ganz ohne Eingewöhnung ganz toll mitgemacht hat. Ich bin davon ausgegangen, dass wir nach 3 Tagen wieder nach Hause kommen, weil es mit dem KIGA nicht klappt.

Meine große Kindergartenmaus!

Kategorie: Kleinkind
Autor: Isabella
Datum: 29. August 2011
Uhrzeit: 21:44

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