Falsche Vorstellungen
Ich habe vor der Geburt vieles nicht gewusst und mir vieles einfacher vorgestellt. Ich als bekennender Pessimist war viel zu optimistisch.
Ich wusste nicht, dass man so oft stillen muss und sich so schnell als Milchkuh fühlen wird. In 2 Stunden kommt man absolut zu nichts. (Wobei, wenn man 2 Stunden lang die Arme frei hätte, das wäre schon viel wert.)
Ich wusste nicht, dass mein Baby so wenig schlafen wird. (Von wegen, wenn das Baby schläft, dann lege ich mich auch schlafen. Das Baby schläft nicht und wenn dann nur in den Armen, im Wagen oder in der Babyschale.)
Ich wusste nicht, dass mein Baby so laut schreien kann (,so dass man es nicht mehr ertragen kann.)
Unter Mutterinstinkt habe ich mir was anderes vorgestellt. Ich dachte eine Mutter erkennt sofort am Schreien was es hat. Ich erkenne es jedenfalls nicht.
Ich dachte, dass es in der heutigen Zeit hilfreiche Medikamente gegen Koliken gibt.
Ich dachte, dass sich mein Baby von mir am schnellsten beruhigen lassen würde.
Ich dachte, dass ich mein Baby lange Zeit niemanden geben würde. Jetzt bin ich froh, wenn mal jemand anderes mein Baby beruhigt.
Ich dachte, dass die Geburt ein schönes Erlebnis wird und nicht dass ausgerechnet das Krankenhauspersonal mit seiner Lustlosigkeit alles kaputt machen würde.
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Liebe Isabella,
auch zu diesem Thema kann ich Dir versichern, dass es uns fast allen so erging. Wir haben uns dasn irgendwie rosiger, bauschiger und zuckerwattiger vorgestellt. Die Realität sieht anders aus.
Schlimme Gedanken hatte ich in den ersten Wochen. Ob es wohl richtig war, ein Baby zu bekommen. Jetzt? Das war eigentlich das Schlimmste. Der Zweifel, ob ich das so will gepaart mit dem Wissen, dass es nicht mehr zu ändern wäre. Dazu diese fiesen Gedanken, dass Baby jetzt einfach aus dem Fenster zu werfen … (inzwischen weiß ich, dass ich mit solchen Gedanken nicht alleine bin. Damals wusste ich das nicht und hab mir schreckliche Vorwürfe gemacht!)
Aber dann vergehen diese Hormonschwankungen, man verlässt unbemerkt das Wochenbett, lebt sich in seiner Rolle ein (ebenso wie das Baby, das sich in dieser Welt einfach gar nicht allein zurecht findet und noch mehr Anpassungsschwierigkeiten hat, als man selber).
Lass noch zwei, drei, vielleicht vier Wochen ins Land gehen und Du wirst Dich kaum an diese Verzweiflung erinnern können. Bleib weiterhin Optimist!
ich muss mich MamaMiez anschließen….glaub uns, es wird besser! Ich dachte auch, beim zweiten ist man gelassener…aber pustekuchen, der kleine ist ein richtiger schreihals. aber jetzt ist er 3 Monate alt und es wird langsam besser. Du/ihr schafft das!
Doch es gibt etwas gegen Blähungen bei Babys.
Das heißt Lefax Pump Liquid und hat zwei Kindern aus dem Freundeskreis wirklich super geholfen.
Vor allem aber auch den Eltern, denn es gibt glaub ich nichts schlimmeres als ein Baby das Schmerzen hat.
Und es gibt auch noch Windsalbe, da ist Kümmel drin, aber ob die nun hilft oder das Bauchmassieren, das man dabei natürlich macht weiß ich nicht so genau.
Und ab und zu mal ins Schlafzimmer gehen und ins eigene Kissen zu beissen wirkt wirklich Wunder. ;o)
Da hat aber jemand den Baby-Blues! Kann mich gut daran erinnern, dass ich mich eine Zeitlang genauso gefühlt habe. Vor allem weil mein Sohn auch so einer war, der eben nicht ständig geschlafen hat wie es Neugeborene ja angeblich alle machen. Im Grunde schläft er heute mit 7,5 Monaten mehr als in den ersten Wochen.
Deshalb auch von mir: Kopf hoch, das wird schon!
Bin eben durch Zufall auf Eure Seite gestossen.
Oh man, dass hört sich ganz nach Baby Blues an. Ich kenn das auch nur zu gut;-).
Ich finde kurz nach der Geburt hat man noch so einen richtigen Hormonflash, man ist so aufgekratzt und könnte nur das Baby bewundern, aber nach ein paar schlaflosen Nächten merkt man dann doch wie erschöpft man ist und plötzlich kommen auch die negativen Gedanken.
Wohne auch in Hannover und habe im Vinzenz entbunden. Schade, dass es nicht so nach Deinen Vorstellungen lief.
Wünsche Euch alles Liebe, viel Kraft und Schlaf…
Liebe Grüße
Ellen
Danke für eure lieben Antworten.
Ich weiß nicht, ob das der Baby- Blues ist. Ich meine sie ist wirklich fast nur am schreien und ich weiß nicht was sie hat. Andere Babys sind doch nur am schlafen und unsers findet nur sehr schwer in den Schlaf.
Na dann weiß ich ja was noch alles auf mich zukommen kann.
Auch ich habe mich am Anfang so gefühlt… mal schlimmer, mal besser!
Es wird besser, auf jeden Fall. Ihr macht das schon!
Wenn die Oma mal da ist, dann mach doch einfach mal was ganz schönes, entspannendes NUR für dich. Vielleicht hilft dir das ja ein wenig.
Viel Kraft, Geduld und Schlaf, wünsche ich euch!
Oh jeh, ich wünsche euch daß das wie prophezeit schnell besser wird und werd grad mal versuchen meine rosaroten Vorstellungen schon mal zu relativieren.
Hey, gibt es nicht ein paar nette Gruppen in Eurer Nähe? Eine Stillgruppe, einen Babymassagenkurs, Schwimmkurs oderoderoder… Es ist so schön, sich mit anderen Muttis auszutauschen, denn es geht alles auf die ein oder andere Art schlecht bzw. vieles fällt schwer und der Kopf spielt verrückt. Geteiltes Leid ist halbes Leid!